Eisenoxydhydrat, lösliches. Bringt man ö eine Lösung von Eisenchlorid oder besser von basischem Eisenchlorid auf einen Dialysator (s. Dialyfse), so findet Zersetzung derart statt, daß Chlorwasserstofffäure in das äußere Wasser diffundiert, während auf dem Dialysator eine lösliche Modifikation des Eisenoxydhydrats als tiefrot gefärbte Flüssigkeit zurückbleibt, welche, wenn der Wechsel des Wassers oft genug vorgenommen wurde, frei von Chlor ist. Das gelöste Eisenoxydhydrat geht sehr leicht in die unlösliche Form über, so beim Verdunsten der Lösung, auf Zusatz geringster Mengen von Salzen, Alkali oder Säuren und bildet dann eine gallertartige Masse. Es hat unter dem Namen Ferrum dialysatum pharmaceutische Vertwendung gefunden, ist aber nicht in die Deutsche Pharmakopöe von 1882 aufgenommen, sondern in dieser durch Liquor ferxri oxychlorati (s. Eisenchlorid 3 b) ersetzt.