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ErdkundeBrockhaus 1882

Medina de Rioseco (d. h. des trockenen Flusses), eine Ciudad von 4776 E. im Norden derselben Provinz, am rechten Ufer des oft wasserlosen Duerozuflusses Sequillo und am südl. Endpunkt des Canal de Campos, an der nach Galicien fuhrenden Heerstraße, liegt sehr uneben auf zwei Hügeln in einer fruchtbaren, viel Wein produzierenden Gegend. Die Stadt hat drei Kirchen, darunter die got. Liebfrauenkirche mit prachtvollem Hochaltar und 24 Glocken, zwei Hospitäler und ein Kastell. Im Mittelalter war sie ein Hauptstapelplatz des span. Handels mit so blühendem Verkehr, daß sie auch India-Chica oder Klein-Indien genannt wurde. Ihr Tuch und Leinen 1.. zu den wichtigsten Artikeln Castiliens. Noch jetzt finden hier im April und September sehr besuchte Jahrmärkte statt. Am 14. Juli 1808 siegten hier die Franzosen unter Bessieres über Cuesta.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 566Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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