Mirès (Jules), ein durch seine ausgedehnten Unternehmungen bekannter franz. Bankier, geb. 9. Dez. 1809 zu Bordeaux, von israel. Abkunft, verband sich nach der Februarrevolution von 1848 mit seinem Landsmann und Glaubensgenossen Millaud zu verschiedenen Unternehmungen. Beide gründeten namentlich die „Caisse des chemins de ferv, an deren Spitze M. 1853 allein blieb, nachdem er mit seinem Collegen einen Gewinn von 3 Mill. geteilt hatte. Bald nachher übernahm er die Seine-Anleihe und unternahm mit Solar und andern zahlreiche und verwegene Spekulationen. Namentlich leitete er die Hafengesellschaft von Marseille, sowie viele industrielle Unternehmungen in dieser Stadt, auch die röm. Eisenbahnen. Im J. 1861 aber wandte sich sein Glück. Als Geérant der Eisenbahnkasse verhaftet und wegen regelloser Geschäftsführung angeklagt, wurde er vom pariser Zuchtpolizein zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, auf lppellation jedoch freigesprochen. Er starb auf dem Landgute seines Schwiegersohns Rozan, Cöte-Rozan, bei Marseille 6. Juni 1871.