Santa-Je, Provinz der südamerik. Republik Argentina, überwiegend westlich vom Parana, welcher das Land östlich von den Provinzen Corrientes und Entre-Rios scheidet, grenzt nördlich an das Territorio del Gran Chaco und an die Provinz Santiago del Estero, westlich an die Provinz Cordoba und das Territorio de la Pampa, südlich an die Provinz Buenos-Ayres und zählt auf 97 128 qkm (1882) 187000 E. Hauptwasseradern des flachen, doch 10—20 meüber dem Rio Paranä gelegenen Landes sind der Paranä und dessen rechtsseitiger Nebenfluß Rio Salado. Der Boden ist fruchtbar und an den Flüssen mit Ackerbaukolonien bedeckt, welche besonders Weizen, Mais und Obst produzieren. Auch die Rinder⸗ und Pferdezucht ist ansehnlich, sowie der Handel mit Häuten und Wolle. Die Hauptstadt Santa-Jé, auf einer vom Zusammenfluß des Rio Salado und Saladillo gebildeten Halbinsel in einiger Entfernung vom Paranä gelegen, hat einen sehr regelmäßigen Grundriß und zählt (1869) 10670 E., welche Schiffahrt, ischerei und Viehhandel betreiben. Mit den Koonien Esperanza und San-Carlos ist S. durch 100 km Eisenbahnen verbunden, weitere 150 sind im Bau. Der Ort wurde 1527 gegründet.