San-Juan, Provinz der südamerik. Republik Argentina, grenzt im W. an Chile, im R. und O. an die Provinz La Rioja und im S. an die Provinzen San-Luis und Mendoza, zählt auf 86 204 qkm (1882) etwa 91 000 E. und ist im westl. Teile von den Cordilleren mit fruchtbaren Thälern am östl. Abhange erfüllt, während der Osten Salzsteppe ist. Hauptwasseradern sind die aus La Rioja kommenden Rio Bermejo und Rio Blanco, welche sich zum Rio Zanjon vereinigen, der sich auf der Südgrenze der Provinz in den Rio de San-Juan ergießt; längs des letztern zieht sich, auch noch in der Provinz Mendoza, die Laguna de Guanacache hin, während auf der Ostgrenze die Salina de la Rioja in ihrer südlichen Hälfte hierher gehört. Das Klima ist trocken und sehr warm; Regen fällt selten. Im W. der Provinz wird Silber, im N. Gold gewonnen; der Wein⸗ und Olivenbau ist bedeutend, der Weizenertrag überreich. Die öffentlichen Einnahmen der Provinz betrugen 1883 149872, die Ausaben 178894 Pesos nacionales. — Die Haupttadt San-Juan (de la Frontera), rechts vom gleichnamigen Flusse, am östl. Fuße der Cordillerenvorberge, Endpunkt der Eisenbahn Villa Nueva-San-Luis-Mendoza-S., hat (1869) 8353 E., Weinbau, Weinhandel und Warentransport und ist Sitz eines deutschen Vizekonsulats für die Provinz.