FeedSchröter (Joh. Hieronymus)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Schröter (Joh. Hieronymus), berühmter Astronom, geb. 30. Aug. 1745 zu Erfurt, studierte die Rechtswissenschaften in Göttingen, wo ihn Kästner der Astronomie zuführte. Er wurde 1778 in der hannov. Regierung angestellt und starb als Justizrat und Oberamtmann zu Lilienthal, einem Dorfe im Herzogtum Bremen, 29. Aug. 1816. S. machte wichtige Beobachtungen in allen Regionen des Himmels, hauptsächlich in Bezug auf den Mond, von dem er einen sehr genauen Atlas lieferte. In Lilienthal hatte er sich eine Sternwarte errichtet und dieselbe nach und nach mit den besten, zum Teil selbst verfertigten Instrumenten ausgestattet. Harding und Bessel waren längere Zeit seine Gehilfen. Als seine Hauptwerke sind zu nennen: (Beiträge zu den neuesten astron. Entdeckungend (Berl. 1788), «Selenotopographische Fragmentey (2 Bde., Lilienth. 1791 u. Gött. 1802), KAphroditographische Fragmente zur genauern Kenntnis der Venus» (Gött. 1796), Neueste Beiträge zur Erweiterung der Sternkunste (Gött. 1800), Kronographische Fragmente zur Kenntnis des Saturn) (Gött. 1808), «Hermographische Fragmente zur Kenntnis des Merkur» (Gött. 1816) und «Areographische Beiträge zur genauern Kenntnis und Beurteilung des Planeten Marso (herausg. von Bakhuyzen, Leiden 1881).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 504Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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