Schröter (Corong Clisabeth Wilhelmine), berühmte weimarische Sängerin, Freundin Goethes, geb. 14. Jan. 1751 zu Guben als Tochter des Musikus Joh. Friedr. Schröter, wurde zuerst von ihrem Vater im Gesang unterrichtet, der 1763 mit seiner Familie nach Leipzig übersiedelte, um seine Kinder von Joh. Adam Hiller ausbilden zu lassen. Hier sang Corona in den großen Konzerten, bis sie durch Goethes Vermittelung, der schon als leipziger Student für sie begeistert war, als Kammersängerin der verwitweten Herzogin Amalie nach Weimar berufen ward, wo sie mit ihrer Freundin Wilhelmine Probst im Nov. 1776 eintraf. Hier hatte sie Gelegenheit, nicht bloß bei den Konzerten und den Liebhaberaufführungen des Hofs in Gesangrollen zu glänzen, sondern auch ihr bedeutendes Talent für das Drama im hohen Stil, welches sie l auf einer öffentlichen Bühne nicht zur Schau stellen mochte, in gebildeten Privatzirkeln zu zeigen. So glänzte sie 1779 als Iphigenie in der Titelrolle des Goetheschen Stücks. Später zog sie sich ihrer Gesundheit wegen nach Ilmenau zurück, wo sie 23.Aug. 1802 starb. Vgl. Keil, kVor hundert Jahren, Mitteilungen über Weimar, Goethe und Corona S. (2 Bde., Lpz. 1875); Düntzer, Charlotte von Stein und Corona S.» (Stuttg. 1876).