FeedSchwartz (Marie Sophie)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schwartz (Marie Sophie), schwed. Romanschriftstellerin, geb. 4. Juli 1819 zu Boräs, wo ihr Pater, Karl Birath, Kaufmann war, erhielt, frühzeitig Waise, im Hause von Verwandten eine sorgfältige Erziehung und vermählte sich 1840 mit dem als Phrenolog bekannten Professor Gustav Magnus Schwartz. Derselbe war aller künstlerischen Thätigkeit abgeneigt und gestattete seiner Gattin erst spät als Schriftstellerin öffentlich aufzutreten. Es geschah dies mit der Novelle Förtaletv (Stockh. 1851), die unter der Chiffre M. S. S. erschien. Nach ihres Gatten Tode (1858) wandte sie sich sodann ganz litterarischer Beschäftigung zu und entwickelte seitdem eine außerordentliche Produktivität. Schon mit ihren ersten Erzählungen, die feine Beobachtung und bedeutendes Darstellungstalent bekunden, gewann sie nicht bloß in ihrem Vaterlande, sondern auch auswärts, namentlich in Deutschland, einen weiten Leserkreis. Ihre Arbeiten sind in mehrern deutschen Ubertragungen erschienen. Hervorzuheben ist die Kretzschmarsche Übersetzung ihrer «Gesammelten Romanep (44 Bde., Lpz. 1865—74). Die wichtigsten derselben sind: Der Mann von Geburt und das Weib aus dem Volkes, „Schuld aus dem Frauenleben v, «Die Kinder der Arbeito, Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XIV. (Wilhelm Stjernkrona v, «Die Frau eines eiteln Mannes » u. a.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 545Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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