Scott (George Gilbert), engl. Architekt, geb. 1811 zu Gaweott bei Buckingham. Sein erstes bedeutendes Werk war das Märtyrerdenkmal in Orford (1841), dem die Kirche zu Camberwell leiner Vorstadt vor London) folgte. Hierauf entwarf er 1842 einen Plan zum Neubau der Nikolaikirche in Hamburg, womit er den ersten Preis errang; auch wurde ihm 1855 vom Senat zu Hamburg der Bau des neuen Rathauses und des Senatsgebäudes übertragen. In England stellte er eine Reihe der bedeutendsten Domkirchen stilgerecht her, wie die von Ely, Lichfield, Hereford, Ripon, Gloeester, Chester, Salisbury, Exeter, Peterborough, Worcester, Rochester und Oxford. Die Westminster-Abtei in London verdankt ihm neben vielen kleinern Arbeiten die Wiederaufrichtung des Kapitelhauses. Von seinen übrigen Bauten sind besonders hervorzuheben: der Eisenbahnhof von St.⸗Pancras (London), die neuen Regierungsgebäude in White-A und das Albert⸗-Denkmal in Kensington-Garden. uch als Fachschriftsteller ist S. aufgetreten; am bekanntesten ist sein Conversation of ancient architectural monumentso (Lond. 1864). S. starb 28. März 1878 in London.