Stauley (Arthur Penrhyn), hervorragender engl. Theolog, geb. 1815 als Sohn des Bischofs von Norwich, war in Rugby ein Schüler Thomas Arnolds, studierte in Orford und wurde dort zum Fellow und Tutor im University-College gewählt. Für das Jahr 1845 zum Universitätsprediger in Orford ernannt, fungierte er 1850 als Sekretär der zur Reform der Universität eingesetzten königl. Kommission, wurde 1851 Domherr von Canterbury, 1858 Domherr von Christ-Church und Professor der Kirchengeschichte in Oxford, begleitete 1862 den Prinzen von Wales als Reiseprediger auf seiner Reise in den Orient und erlangte 1863 das Dekanat der Westminsterabtei in London. In dieser Stellung übte S. sowohl als Kanzelredner durch seine mit Geist und Beredsamkeit vorgetragenen freisinnigen religiösen Ansichten, wie durch seine gemeinnützige Thätigkeit, die sich über das ganze Gebiet der Sozialreform erstreckte, einen weitreichenden Einfluß. Als Schriftsteller hatte er sich schon 1844 durch sein vorzügliches Life of Dr. Arnoldo einen angesehenen Namen gemacht. Später erschienen von ihm die durch Gelehrsamkeit und Stil gleich ausgezeichneten Historical memorials of Canterburyy (1854), «Sinai and Palestines (1855), Lectures on the history of the Eastern Churchy (1861), Lectures on the history of the Jewish Churcho (1863-65), «Historical monuments of Westminster Abbeyn (1868), Essays on Church and States (1870) und Christians institutionss (1881). Er starb 18. Juli 1881.