Tamburini (Anton), berühmter Bassist, geb. 28. März 1800 zu Faenza, sang frühzeitig bei Auf-Enen ma von Kirchenmusiken mit und betrat zum ersten mal die Bühne in Bologna. Im J. 1819 kam er nach Piacenza, dann an das Teatro Nuovo in Neapel. Von hier aus durchreiste er ganz Italien, überall gefeiert; 1831-41, in welch letzterm Jahre er nach Italien zurückkehrte glänzte T. neben Rubini und Lablache an der Großen Oper zu Paris. Im J. 1852 trat er in Petersburg und Moskau, später auch in London und Holland, 18⁵⁴ nochmals in Paris auf, ohne indessen die einstigen Erfolge zu erzielen. T. starb 6. Sept. 1876 zu Nizza. Seine ziegsame und volle Stimme reichte vom eingetrichenen 6 bis zum tiefen C.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 459Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei