Fioravanti (Valentino), ital. Tonsetzer, geb. zu Rom 1770, erhielt seine musikalische Ausbildung zu Neapel. Er komponierte seit 1787 an 50 meist komische Opern, von denen viele ihrer gesunden Laune und anmutigen Heiterkeit wegen auch außerhalb Italien Glück machten. Zu nennen sind davon besonders Le cantatrice villaner und I virtuosi ambulantio. Zu Anfang des 19. Jahrh. hatte F. eine Zeit lang in Lissabon eine Stellung als Intendant und Kompositeur der dortigen Italienischen Oper, und 1816 ernannte ihn der Papst an Jannaconis Stelle zum Kapellmeister an St. Peter. Nun schrieb er fast nur noch Kirchenkompositionen, von denen z. B. ein Miserere für drei Frauenstimmen, ein Stabat mater und ein Dies irae für acht reale Stimmen zu nennen sind. F. starb zu Capua 16. Juni 1837. — Sein Sohn Vincenzo, geb. in Rom 5. April 1799, war ebenfalls ein angesehener und fruchtbarer Komponist, besonders komischer Opern, wirkte meistens an Theatern in Neapel und starb dort 28. März 1877.