FeedThermometerskalen
TechnikBrockhaus 1882

Thermometerskalen folgender Gleichungen: III) 41F. ½ (Tn—32) C. ½ (Sn—-32)⸗ R. So z. B. sind nach Gleichung 4300.%30 24 R.; ferner 30·0C.32 4. % 30 (32.54) F. 486 F. Für — 30 C. erhält man nach Formel 1 22 F. Umgekehrt hätte man für — 22F. nach Formel III — 22F. ½ (—22—32) C. 754 56 d. s.—30C. Die nachfolgende vergleichende Tabelle der drei verschiedenen Thermometerskalen ist nach Formel 1 berechnet worden. Vergleichung der Thermometerskalen von Celsius Réaumur Fahrenheit Celsius Roaumur Fahren⸗ — 420 — 32 — 40 + 35 + 28 + 95 — 35 — 28 — 31 40 32 + 104 — 30 — 24 — 22 — 45 — 36 + 113 — 25 — 20 — 13 + 50 — 40 + 122 — 20 — 16 — 4 + 55 —F 44 + 131 — 15 — 12 5 — 60 — 48 + 140 — 10 — 8 + 14 + 65 + 52 4 — 5 — 4 + 23 + 70 + 56 + 158 0 0 + 32 + 75 — 60 + 167 + 10 + 8 + 50 + 85 + 68 + 185 + 15 + 12 — 59 + 90 —+ 72 + 194 „ 20 + 16 + 68 + 95 + 76 + 203 Maximum⸗ und Minimumthermometer oder Extremthermometer heißen diejenigen T., welche die höchste und niedrigste Temperatur anzugeben im Stande sind, die an einem Orte innerhalb einer längern Zeit (gewöhnlich 24 Stunden) stattgefunden hat; es dienen meistens dazu (nach Rutherford 1794) gleichzeitig ein Quecksilber- und ein Weingeistthermometer; ersteres läßt für den höchsten Stand des Quecksilbers im Kanal des T. ein Eisenstäbchen als Zeichen liegen, während letzteres für den tiefsten Stand des Weingeistes im Kanal des T. ein allseitig geschlossenes schwarzes Glasröhrchen als Ablesemarke liegen läßt. Außer noch solche von Six, Bellani, Walferdin, Geißler fu. a. m. Instrumente, welche ohne oder mit Unterbrechung die Temperatur der Luft automatisch aufzeichnen, heißen Registrierthermometer oder [Thermometrographen (Thermographen); sie werden nach verschiedenen Prinzipien angefertigt; am einfachsten, indem man entweder ein T. aus festen Metallen oder ein als ungleicharmigen Hebel aufgehängtes Quecksilberthermometer in passender Weise mit einem Stift versieht, welcher auf einem von einem Uhrwerk vorübergezogenen Papierstreifen oder auf dem Papiermantel eines rotierenden und langsam verschobenen Cylinders den Stand des T. markiert. Man erhält in solcher Weise thermometrische Kurven, welche für die Metereologie von Wichtigkeit sind. Die besten, einfachsten und sinnreichsten Apparate dieser Art werden gegenwärtig von Fueß in Berlin und Gebrüder Richard in Paris gebaut. T., welche zur Messung der Lufttemperatur dienen sollen, müssen vor der strahlenden Wärme geschützt und im Schatten aufgehängt werden. Zu diesem Behufe hat man eigene Thermometergehäuse geschaffen. Zur Messung der strahlenden Sonnenwärme oder Insolation dagegen dienen T. mit schwarzer Kugel in einer luftleeren Glaskugel. T., die einen Unterschied verschiedener Temperaturen anzuzeigen haben, heißen Differentialthermometer; sie bestehen aus zweiarmigen, gläsernen Kommunikationsröhren, welche je in einer hohlen Kugel endigen. Die sich ausdehnende Luft in letztern treibt (nach Rumford) einen Tropfen oder (nach Reslie) eine Säule von Flüssigkeit in den Röhren vor sich her. Aus der Richtung der Flüssigkeitsbewegung schließt man, welche von beiden Kugeln eines Differentialthermometers eine Erhöhung oder Vertiefung der Temperatur erlitten hat, auf welcher Seite also eine höhere und auf welcher die niedrigere Temperatur stattfindet. Das Differentialthermometer gehört zu den Luftthermometern, und es wurde wegen seiner Empfindlichkeit vor Erfindung der Thermosäule zum Studium der strahlenden Wärme verwendet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 628Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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