Trockenästung nennt man in der forstlich-technischen Sprache die glatt am Stamme mit der Säge zu bewirkende Entnahme abgestorbener, daher trockener Aste, namentlich von Nadelholzstämmen. Sie bezweckt eine technische Pflege der Bäume, indem sie das Einfaulen der Aststummel verhindern, die Erziehung astreinen Holzes fördern soll. Diesen Zweck kann sie nur erfüllen, wenn von jugendlichen Bäumen ganz schwache Aste entfernt werden. Einen Einfluß auf den Zuwachs des Baumes hat die T. nicht, solcher ist nur der Entnahme lebender Aste, der sog. Grünästung, zuzuschreiben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 857Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei