Vorspiel (praeludium) heißt ein Instrumentalstück von freiern Formen, welches die folgenden geschlossenern Sätze einleitet. Das V. basiert auf Improvisation und wird besonders da angewandt, wo eine größere Menge in die Stimmung eines gewissen Gesangs eingeführt werden soll. Solches ist namentlich beim Gemeindegesang in der Kirche der Fall, weshalb hier das freie V. auf der Orgel am meisten gebräuchlich ist.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 343Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei