Wevelinghofen, Stadt (seit 1856) im rheinpreuß. Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Grevenbroich, 11mim SSW. von Neuß, rechts an der Erft, 3 km von Station Kapellen-W. der Linie Düren-Neuß der Preußischen Staatsbahnen, zählt (1885) 2737 meist kath. E., hat eine kath. und eine evang. Pfarrkirche, die St. Josephsanstalt für mittellose Leute, Waisenkinder und Kranke, Fabriken für Zucker, landwirtschaftliche Maschinen, Tabak, Essig und Kraut, bedeutende Mühlenwerke und Holzhandel. Etwa 2 km nordöstlich von W. liegt das Dorf f! Langwaden mit schönem Schloß, 1 km weiter Schloß Hülchrath mit einem Turm und einem Teil des Burghauses der alten kurköln. Burg. W. kommt 1096 erstmals urkundlich vor. Zwischen W. und Grevenbroich schlugen 14. Juni 1648 die Hessen und Weimaraner unter Geisa die Kaiserlichen unter Lamboy.