FeedGreveubroich
ErdkundeBrockhaus 1882

Greveubroich, Stadt in der preuß. Rheinprovinz, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis G., an der Erft, 52 müber dem Meere, 14 Km im SSW. von Neuß, Station der Linie Düren-Neuß der Preußischen Staatsbahnen, zählt (1880) 1498 meist kath. E., ist Sitz eines Amtsgerichts, hat Zuckerrübenbau, Baumwollspinnerei und-Weberei, zwei Halbwollwebereien, Fabriken von Lampendocht, Kratzen, Prägemaschinen, Seife, Zucker, ein Walzwerk, Gerbereien. G., seit 1349 Stadt, gehörte ehemals zu Jülich, war seit 1425 Versammlungsort des Jülichschen Landtags und wurde 1642 durch die Hessen erstürmt und fast gänzlich zerstört. Der Kreis Grevenbroich zählt auf 237,s qkm (1880) 40676 C., unter welchen 6093 Protestanten und 875 Juden sind. Der ausgezeichnete Boden ist das jülicher Kornland. Sitz des Landratsamts ist Wevelinghofen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 346Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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