Gneis, Syenitre.; Krystallform: sechsseitige, an ihren Enden mit zwei fünfseitigen Flächen zugeschärfte Säule, oder rechtwinklige, vierseitige Säule, an beiben Enden mit drei Flächen versehen, Gefüge: deutlich blätterig in mehreren Richtungen. Bruch: klein u. unvollkommen muschelicht, ans Splitterige grenzend. Ist durch Quarz ritzbar, ritzt Flußspat. Spez. Gew. 2, —2,46. Farbe: graulich⸗, gelblich⸗, röthlichweiß, auch roth, besond. bräunlichroth. Auf den Spaltungsflächen erscheint der F. perlmutterglänzend, außerdem neigt sich der Glanz zum Glasartigen. Vor dem Löthrohr schmilzt F. schwierig zu halbklarem, blasigem Glase; Natron und Borax lösen ihn vollkommen auf. Weder vor noch nach dem Glühen wird das Mineral von Säuren angegriffen. Bestandtheile: Kieselerde 666, Thonerde 17,,Kali 12,, Eisenoxyd 1,5,„ Kalkerde 1½5. öp) Der dichte Feldspat (Amansit, Eeldstein), Grundmasse des Feldsteinporphyrs, kommt nur derb vor, oft mit beigemengten Quarzkörnern u. kleinen Feldspatkrystallen, wodurch das Gestein Porphyrstruktur erhältu dann Feldsteinporphyr heißt. Die beigemengten Quarzkörner haben eine graue Farbe und liegen ziemlich gleichförmig in der Feldsteingrundmasse vertheilt. Die Ausbildung der Krystalle ist unvollkommen, zuweilen in mehr od. weniger hek Heidelberg TCOFC aufgelöstem Zustande. Die Grundmasse, hin und wieder schieferig, hat eine graue od. rothe Farbe. Bestandtheile des F.s: Kieselerde 68,, Thonerde 15,, Natron 2,6, Eisenoxyd 4/½, Kali 7,,, Kalkerde 0,„ Talk ,½2. c) Erdiger Feldspat, frz. keldspath argili-forme, Kaolin, Porzellan-t erde, engl. porcelain-earth. Durch Verwitterung, die allerdings äußerst langsam vorschreitet, verwandelt sich der F., indem kieselsaures Kali ausgewaschen wird, in Porzellanerde, Kaolin (s. d.), richtiger Kaou-Ling. Verwitterter F. wird in der Porzellanfabrikation dem Kaolin zugesetzt, um die dem Porzellan eigenthümliche Durchscheinbarkeit hervorzubringen. — 2. Ratronfeldspat, Kieselfeldspat, Periklin, Albit, engl. cleavelandite. Dieser kommt, gleich dem Kalifeldspat, häufig im Granit und Gneis vor, namentlich in den Alpen, in Sachsen und in Bodenmais in Bayern. Krystalle: Kernform, schiefrhomboidische Säule; am häufigsten krystallinische, feinförmige, zuckerartige Massen, die sich vom Kalifeldspat auch durch fadenähnliche Streifen unterscheiden. Härte gleich dem Kalifeldspat. Spez. Gew. 2,56—,4; Farbe: meist weiß, doch auch wasserhell grünlich und röthlich. Glanz: noch lebhafter durchsichtig als beim eigentlichen F.; Säuren wirken nicht auf ihn. Bestandtheile: Kieselerde 70, Thonerde 22, Natron 8. — 3. Noch rechnet man zu den F.en: a) Labrador (s. d.); b) Andalusit, Feldspath apyre, s. Andalusit; e) Andesin und Andesit (s.d.); d) Adular, opalisirender F., s. d. Art. Adular.