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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Trachyt, ra, franz. trachyte, m., nécrolithe, f., engl. brachyte, auch Trappporphyr genannt. Die Grundmasse, wahrscheinlich in zähem, teigartigem Zustand den Erdtiefen enitstiegen, lichtgrau od. weiß, seltener dunkel gefärbt, feinkörnig, im Bruche splitterig, ist ein Gemenge mikroskopisch kleiner Theile, worin jedoch Feldspat vorwaltet. Besonders Krystalle glasigen Feldspates, langgezogen, sehr dünn, mitunter auch von ansehnlicher Größe, liegen gleichsam schichtenweise neben einander. Als Beimengung kommen außerdem noch vor: Glimmer, Magneteisenetc., sowie Hornblende in Nadeln und blätterigen Partien, besonders wenn die Feldkrystalle fast oder ganz fehlen. Nur zuweilen wird die Hornblende durch Augit vertreten. Infolge der Zusammenziehung beim Erkalten erscheinen die Trachytmassen, die mitunter kleine Höhlungen und eckige Löcher umschließen, in kolossale, bald fünf⸗, bald sechsseitige Säulen zerspalten und durch gewaltige Haufwerke von Trümmern und von Schutt des Gesteines bedeckt. Die Felsart wird, durch dauernde Einwirkung von Luft, Wasser etc. zersetzt, zu fruchtbarem, licht gefärbtem Thonboden; Variationen sind: a) Körniger T., ist besonders spröde und rauh, besitzt aber den meisten Glanz. b) Porphyrartiger T. (Trappporphyr), feinkörnige, aber dichte Trachytgrundmasse, mit einzelnen Krystallen von glasigem Feldspat. e) Blasiger T., hat in der Grundmasse zahlreiche kleine, runde oder eckige, zuweilen in die Länge gezogene Blasenräume, theils mit verglasten Wandungen, theils von kleinen Krystallen verschiedener Mineralien überkleidet. d) Schlackenartiger T., in halbverglastem, schlackigem Zustand, großmuscheliger Bruch. e) Dichter T., dichter, splitteriger Bruch; beim Anhauchen riecht es schwach thonig. k) Erdiger T., Grundmasse erdig, weich, oft zerreiblich; riecht beim Anhauchen stark thonig. g) Domit (s. d.); vgl. auch d. Art. Mühlstein.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 360Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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