Palästra, k., frz. palestre, griech. ναιrpa, eig. Ort zu Uebungen im Fechten, Ringen etc., daher in griech. und röm. Gymnasien (s. d.) der Theil, welcher, mit Bädern, Rennbahnen u. dergl. mehr versehen, zu gymnastischen Uebungen und Wettkämpfen benutzt wurde, endlich auch auf das ganze Gymnasium übertragen. Dieselben waren nach Vitruv folgendermaßen angelegt, s. Fig. 2750 D Hof, bei großen Gymnasien so zu bemessen, daß der Umfang 2Stadien beträgt (s.d. Art. Diaulos), ABO einfache Portiken, U Doppelportiken wegen der Mittagssonne. An den W * Raum zum Einpudromides, Spaziergänge; R und 8 kocrot, Xysti, für die Athleten; dazwischen liegt der Garten mit Platanenalleen, dahinter das Stadium W, auch Dromos genannt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 493Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei