Sandscholle, Sandschelle, f., mit feinem Flugsand bedeckte Strecken Landes, an sich ungeeignet zum Anbau, für benachbarte Strecken schädlich, wenn der Wind den Sand auf Wiesen und Felder treibt. Um solch ein Stück Land fest zu machen, zieht man in angemessenen Zwischenräumen Gräben, errichtet in denselben Weidenruthenzäune und bedeckt dann die Zwischenräume mit Reisern von Nadetholz, die schräg und reihenweise in den Sand gesteckt werden. Handstein, m. (Miner.), franz. gres, engl. gritstone, samdstone, besteht zunächst aus Quarzkörnern, die mit einander meist durch einen thon-oder kalkartigen, oft eisenschüssigen Cement verbunden sind; gehört zu den Flötzgebirgsarten. Man nimmt folgende Arten an: 1. Granwacke (s. d.), auch Harzwacke, frz. Psammite, genannt, die älteste Steinart dieses Geschlechts, enthält oft Feldspatkörner und mehr oder weniger Glimmer, fest mit einander durch ein thoniges Bindemittel verbunden; kommt grob- und feinkörnig vor. Grauwackeschiefer (s. d.) wird oft mit Thonschiefer verwechselt, ist aber erkennbar an den vorkommenden Glimmertheilen. Die Grauwacke ruht auf Urgebirgen, gewöhnlich unter grobkörnigem S., u. wechselt mit Kalkflötzen ab; verwittert leicht und erzeugt frisch vermanert leicht Schwamm; soll sie daher als Mauerstein vortheilhaft verwendet werden, so lasse man sie an der Witterung ein volles Jahr liegen und wähle dann die besseren Steine aus. — 2. Alter rother S., rother Uebergangsfandstein, frz. gres pourpre, engl. old red sand-Sstone, ruht theils auf Grauwacke, theils auf Glimmerschiefer; grobkörniges Konglomerat aus Quarzgeschieben, Brocken von Feldspat, Bruchstücken von Thon und „Grauwackeschiefer, Glimmerschiefer, Glimmerblättchen, gebunden durch thonig-kalkigen oder kieseligen Teig, roth u. braun, selten grau. — 3. Kohlensandstein, flötzleerer S., frz. gres houiller, engl.millstone-grit, klein⸗ oder feinkörnig, bes. aus Quarzkörnern bestehend, mit erdigem, thonigem oder kohlenschieferartigem Bindemittel. Grau „ins Gelbe und Weiße. Giebt stellenweise treffliche Mühlvsteine, während manche Stücke ungemein locker sind. Giebt auch einen guten Baustein ab, da er frisch aus dem Bruch ssich in jeder Form bearbeiten läßt, an der Luft erhärtet, egut Mörtel annimmt und dem Feuer widersteht; bildet meist die unterste Schicht der Steinkohlenformation. — r4. Todtliegendes, frz. gres ancien, pséphite, engl. newred conglomerate, in der Regel grobes Trümmergebilde aus Bruchstücken von Quarz, Granit, Gneis, Glimmer, iThon⸗ und Kieselschiefer, Feldsteinporphyr, Melaphyr etc. Nach dem Teig, der diese Trümmer verkittet, unterscheidet e man: a) Rothtodtliegendes, mit thonigem Bindemittel, Idurch Eisengehalt röthlich gefärbt. b) Weiß⸗ oder Grauetodtliegendes, das Bindemittel kieselig, kalkhaltig; hier da Gips und Barytspat als Einschuß, in der Regel über dem Rothtodtliegenden oder unmittelbar auf Glimmerschiefer oder Grauwacke. Dient als Baustein zu Grundmauern etc. — 5. Der eisenocherige S., bunter oder rother S., Vogesensandstein, frz. gres bigarré, nouveau gres rouge, engl. newred sandstone, variegated sandstone, kleine, mehr oder weniger abgerundete Quarzkörner, verbunden durch eisenschüssigen Thon, selten durch Quarz, „feinkörnig, roth, od. roth u. weiß gestreift u. gefleckt, Thongallen kommen häufig vor; bei vorherrschendem Bindemittel geht er in sandigen, schieferigen, eisenreichen Thon über; taugt als Baustein nicht, da er zerreiblich ist; zieht Feuchtigkeit an, wodurch das Eisen anschwillt, der Stein sich bläht und blättert; widersteht dem Feuer nicht; findet sich an der Saar u. Mosel, im Harz, bei Sollingen an der Weser im sogen. Sollingsgebirge, Spessart, Thüringer „Wald, Odenwald, Schwarzwald re. Der sehr dichte Sollinger hat eine Druckfestigkeit von 600 Kg. pro qem. und giebt besonders gute Fußbodenplatten. Bezugsquelle: herzogl. braunschw. Administration der Sollinger Steinbrüche, Haarmann u. Co. in Holzminden. — 6. Keupersandstein, frz. gres de Keuper; die mergelartigen, kalk⸗ und thonhaltigen Ste sind die schlechtesten, zerfallen sehr bald an der Luft u. halten kein Bindemittel. Dazu gehört auch der Keupersandstein, eine graue, grünliche, röthliche oder gefleckte, fein⸗ oder grobkörnige, oft breceienartige Masse mit thonig-mergeligem Bindemittel; findet sich besonders in Württemberg und Baden. — 7. Liassandstein, frz. gres sdée Lias, mit kalkartigem Bindemittel, durch Glimmerblättchen mitunter Schiefergefüge erlangend, steht im Wasser, verhärtet an der Luft, nimmt den Mörtel gut an, widersteht jedoch dem Feuer nicht u. istnurmit Ausnahme zu Wohngebäuden zu verwenden; sein Bindemittel ist zuweilen so reich an Eisen, daß die Felsart zu einem gelben od. rothbraunen Eisensandstein wird. Wird besonders in Württemberg, Baden etc. gefunden. —8. Grüner S,Quadersandstein, glaukonitischer S., frz. gres vert, engl. green⸗