FeedSthärstachel
TechnikBau-Lexikon 1881

Sthärstachel, m., Stocheisen, frz. Iance h feu, engl. fireslice (Hütt.), s. v. w. Schüreisen ohne Haken. Schurz, m., 1. s. unter Heizung, Mantel, Küche 12., Abschürzen und Rauchfang; die gemauerten Ste sind schwerfällig und plump, belasten auch das Gebäude zu sehr; wenn man aber doch statt eines Blechschurzes einen gemauerten anzulegen genöthigt ist, so soll man ihn wenigstens nicht auf ein Holz, Schurzholz, frz. poutre de hotte, engl. mantle-trée, wing, od. einen hölzernen Schurzrahm, frz. manteau de bois, engl. gathering of wings, legen, sondern auf eiserne Träger, Schurzeisen, Rauchfangeisen od. auf Bogen. — 2. (Bergb.) zum Fangen u. Umstürzen der heraufgezogenen Tonnen bei Treibschächten dienende Kette. — 3. franz. ceinture (Herald.), s. v. w. Gürtel. — 4. Unterer vorstehender Theil eines weit ausladenden Daches, besonders des Kothendaches in Salzwerken. Schurzhohle, 1., Kieferstammstück, s. Schurzwerk. Schürze, Schurzkette, k. (Bergb.), zum Anhängen der eSchachtstangen dienende kurze Kette. Schurzgallerie, f. (Bergb.), s. Aufhau. tSchurzhaken, m., Haken am Schurz eines Schmiedefeuers zur Befestigung der Kette, um den Blasebalg in die Höhe zu ziehen. „ Schurzwerk, u., eine aus auf einander liegenden gefügten Bohlen, Schurzbohlen, gefertigte Wand. Man überschneidet die Bohlen an den Ecken wie bei der Schränkwand, kann aber auch die Bohlen gegen Säulen stoßen oder in Falze legen, wie bei der Schrotwand, s. auch d Art. Aufblattung. Schüssel, f., 1. s. v. w. Pfanne, Zapfenlager. — 2. (Schiffb.) s. v. w. Back. — 3. s. d. Art. Echinus. Schüsselblech, n., s. d. Art. Blech. Schussermühle, k., Maschine zum Anfertigen kleiner Steinkugeln, sogen. Schusser oder Märmeln. Schuß, m. (Wasserb.), das schnelle Herabströmen des Wassers auf einer schrägen Fläche. Schußbaum, m. (Bergb.), Bäume od. Hölzer über den Schacht gelegt, damit nichts hineinschieße, vielmehr sicher darunter gearbeitet werden könne. Das so gebildete Gerüst heißt Schußhühne. Schußbolzen, m., Schußeisen, n., zum Ausstanzen kreisförmiger Scheiben aus Blechen oder Platten dienende, senkrecht auf-und niedergehende Spindel mit kreisrunder Schneide, in Stanzwerken. Schußbret, n. (Wasserb.), s. v. w. Schutzbret. Schußbrücke, k., Schußgerinne, n. (Mühlb.), 1. unterschlächtiges Gerinne, wenn es geradlinig ist, mitunter vom Grieswerk bis zum Abfallboden reichend; s. Gerinne. — 2. Auch Schußladen genannt, s. v. w. Gefäll laden (s. d.). Schußdach, n. (Zimm.), s. v. w. Pultdach (s. d.). Schußgatter, n. (Wasserb.), vor dem Ausguß eines Wasserbehälters etc. angebrachtes Gitterwerk. Schußgefälle, n. (Mühlb.), das Gefälle des Wassers auf dem Schußgerinue, s. d. Art. Gerinne. Schußloth, n. (Maur. etc.), s. v. w. Bleiloth. Schußriegel, w., in Hessen Rüstriegel; s. d. Art. Gerüste und Netzriegel. Schußspalte, f. pl., oder Schießritze (Kriegsb.), sind in steinernen Mauern längliche, viereckige Löcher, bald aufrecht stehend, bald liegend angebracht. Man macht sie 25 bis 28 em. auswendig, 20 em. inwendig breit, 25- 50 om. lang, oder äußerlich 10 em., inwendig 30 em. weit, oder in der Mitte 10 cm. weit und zu 25—30 em. nach außen und innen sich erweiternd. Sie dürfen nicht unter 2 m. äußerlich über dem Fußboden stehen, im Innern 1½ m. im Erdgeschoß, in den höhern Stockwerken 90 eun. Vergl. auch d. Art. Schießscharte. Schuti (ind. Mythol.), der den Dreizack führt, Beiname des Schiwa. Schutt, m., 1. Geröll, Bauschutt, Knack, frz. Eboulis, déblai, m., décombres, m. pl., engl. rubbish, beim Abbrechen alter Gebäude, durch Verhauen der Ziegelsteine etc. während eines Baues entstehendes Gemenge von Steinu. Kalkbröckeln, dient zum Planiren unebenen Terrains, auch um Fehlboden, Gewölbe etc. zu überfüllen. Dochnehme man hierzu keinen S., welcher faulige Holztheile, fruchtbaren Boden etc. enthalten könnte, oder von Gebäuden herstammt, die mit Salpeter, Schwamm, Wanzen re. behaftet waren. — 3. s. v. w. Schüttung, Schütteldamm. Schütt, k., s. d. Art. Insel 1. Schüttboden, Schülthaus, Schüttlasten, s. Getreideboden. Schüttdamm, m., s. v. w. aufgeschütteter Erddamm. Schütte, m., s. v. w. Schützbret. Schüttekarren, m., s. v. w. Kippkarren; s. Karren 3. Schütteldamm, m., Schüttung, k. (Wasserb.), in einen Graben eingeworfener Damm, um das Wasser aufzuhalten. Schüttelrost, m., frz. grille d barres mobiles, Feuerroft mit drehbarxen Stäben behufs leichter Abräumung. liglit / mothes 18845d4/0176 schutten, trs. 3. (Wasserb.), s. v. w. schützen, stauen, die Strömung des Wassers aufhalten.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 166Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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