Kammin oder Cammin, Kreisstadt im Regierungsbezirk Stettin der preuß. Provinz Pommern, an der Dievenow und dem Kamminer Bodden, ist Sitz eines Landratsamts, eines Amtsgerichts und eines Strandamts, hat einen berühmten Dom von 1175 mit schönem Kreuzgange, drei kleinere Kirchen, eine Synagoge, ein Schullehrerseminar, ein Hospital, schönes Posthaus und ein elegantes, 1882 erbautes Sol⸗ und Soldunstbad mit Dampfheizung. K. zählt (1880) 5856 meist prot. E., welche eine Cement⸗, Maschinen⸗ und Strumpfwarenfabrik, Dampfschneide⸗- und Mahlmühlen, Dampfbrauerei, Leinen-und Garnwebereien unterhalten, auch Handel mit Fischen, Getreide und Vieh und Ackerbau treiben. Der Kreis Kammin zählt auf 1136 qkm (1880) 45 637 meist prot. E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 55Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei