Damm oder Alt-Damm, ehemals Damba, auch Vadan, alte Stadt des Kreises Randow im Regierungsbezirk Stettin der preuß. Provinz Pommern, am Südende des von den östl. Oderarmen, besonders der großen Reglitz oder dem Zollstrom durchflossenen, 15 km langen bis 11 km breiten, 54 qkm großen Dammschen Sees, beim Einfluß der Plöne an der Staatsbahn Berlin-Stettin-Stargard gelegen, ist mit Stettin durch Brücken über die andern Oderarme und einen 1299 angelegten, 7/5 kmelangen Steindamm, sowie durch eine sehr lange Eisenbahnbrücke verbunden und zählt (1880) 4987 E. Es bildete ehemals den am rechten Oderufer liegenden Brückenkopf von Stettin; doch wurden die Festungswerke seit 1874 abgetragen. Ackerbau und Leinwandhandel sind die Hauptnahrungsquellen der Stadt. Auch befindet sich hier eine Chemische Fabrik, eine Papierstofffabrik und in dem nahegelegenen Dorfe Finkenwalde eine Cementfabrik. — D. war ehedem so bedeutend, daß es Stettin die freie Schiffahrt streitig machen konnte, kam aber durch Verlust dieses Rechtsstreits sowie durch den Dreißigjährigen Krieg und durch Feuersbrünste sehr herunter. Es war 1176 noch ein Landgut, welches Herzog Bogislaw I. dem Kloster Kolbatz schenkte, wurde 1276 zu einer Stadt erhoben und mit einer Mauer versehen und war 1630—-1720 meist in den Händen der Schweden, welche 1646 hier Festungswerke anlegten, 1659 wurde sie von den Kaiserlichen erobert; 1720 kam sie an Preußen.