Krone ist der Name mehrerer Münzen. Im Deutschen Reich wird das goldene Zehnmarkstück amtlich K. genannt, daher das Zwanzigmarkstück Doppelkrone und das (goldene) Fünfmarkstück halbe K. Von dieser deutschen K. werden 139½ Stück aus dem Pfund feinen Goldes geprägt; sie ist Y% oder 900 Tausendteile fein, sodaß 125,55 Stück ein Pfund wiegen, also ein Stück 3,9825 g bei einem Gehalt von 3,5842 g Feingold (dem entsprechend die Zwanzigmarkstücke, 69/ Stück aus nißt, sind unter C aufzusuchen. dem Pfund feinen Goldes geprägt und 62,275 Stück ein Pfund wiegend; die Fünfmarkstücke, 279 Stück aus dem Pfund feinen Goldes geprägt und 251,½10 Stück ein Pfund wiegend). Vor Erlaß des deutschen Goldmünzgesetzes vom 4. Dez. 1871 und in Gemäßheit des wiener Münzvertrags vom 24. Jan. 1857 wurden eine Zeit lang von den größern deutschen Staaten (einschließlich sterreichs) als Goldmünzen des damaligen deutsch-österr. Münzvereins ganze und halbe K. als Vereinshandelsmünzeno ausgeprägt, ohne festen Preis in der damaligen Silberwährung. Die ganze K. enthielt / Zollpfd. (ietzige deutsche Pfund) oder 10 g fein Gold, die halbe K. halb soviel; die Feinheit war ½3% oder 900 Tausendteile, sodaß 45 ganze K. ein Pfund wogen oder eine K. 11½ g. Die K. war an Wert 27¾ deutsche Mark = 2,79 jetzige deutsche K. Diese vorige deutsche K. erlangte keine Beliebtheit, lief wenig um und wurde nur in geringer Menge ausgeprägt. In Dänemark, Schweden und Norwegen ist die dort in 100 Ore geteilte K. (Krona) die gegenwärtige Geldeinheit auf Grund von Staatsverträgen, und zwar in Dänemark und Schweden seit 1. Jan. 1875, in Norwegen seit 1. Jan. 1877. Die Grundlage des skändinav. Münzsystems ist Gold, die einzelne K. aber wird in Gold nicht ausgemünzt. Man prägt in Gold Stücke zu 20 und 10 K., 900 Tausendteile fein, von den erstern 124, von den letztern 248 aus dem Kilogramm fein; jene im Feingewicht von 8/1 g, diese im Feingewicht von 4½1 g. Die K. Gold ist demnach ein Quantum von 2½2 oder 0,4032 g fein Gold und im Werte von 1½ deutschen Mark. Die Silbermünze ist in Skandinavien nur noch Scheidegeld, und es können davon ausgeprägt werden Stücke zu 2, 1, ½, ½5, ½J und ½ K., in drei verschiedenen Feinheitsgraden und Wertabstufungen. Das silberne Kronenstück wiegt 6½ g, ist 800 Tausendteile fein und enthält daher 6 g fein Silber, verhältnismäßig so das Stück zu 2 K. In Portugal bildet die K. oder Coröa die Einheit der Goldmünze. Sie wird auch in halben, Fünftel⸗ und Zehntelstücken ausgeprägt und hat seit 1854 einen Wert von 10 Milreis, ein Feingewicht von 16,257 g, eine Feinheit von ½2 oder 916 ½ Tausendteilen und somit einen Wert von 45,3578 deutsche Mark. über die britische K. s. Crown. Bis auf die neuere Zeit herab war die K. in Frankfurt a. M. (bis 1. Juli 1858) und in Basel (bis 1839) auch ein Gewicht für verarbeitetes Gold, an ersterm Orte für das achtzehnkaratige (¾ oder 750 Tausendteile feine) Gold, das deshalb Kronengold hieß, und es entsprach hier die K. (deren 69½ auf eine Mark gerechnet wurden) 3,3648, in Basel aber 3,37 g. Krone heißen zwei Sternbilder auf der nördl. und der südl. Hemisphäre. Die nördliche Krone zwischen Bootes und Hercules zeigt einen nach Norden offenen Bogen von Sternen vierter Größe mit einem Stern zweiter Größe, Gemma; dieselbe enthält mehrere merkwürdige Doppelsterne, unter welchen sich der Stern durch die außerordentlich geringe Distanz beider Komponenten auszeichnet. Ferner enthält die nördliche K. einen der wenigen neuerschienenen sog. temporären Sterne. Am 12. Mai 1866 entdeckte Birmingham in Irland einen hellen Stern zweiter Größe, der so rasch an Helligkeit abnahm, daß er schon nach wenigen weltee dem blotzen Auge unsichtbar wurde. Das Spektroskop hat es sehr wahrscheinlich gemacht, daß das plötzliche Aufleuchten dieses Sterns dem Ausbruche glühenden Wasserstoffgases zuzuschreiben ist. „Die südliche Krone, ein kleines Sternbild südlich von dem des Schützen, welches im nördl. Deutschland nicht sichtbar ist. Krone, Stadt in der preuß. Provinz Posen, Regierungsbezirk und Landkreis Bromberg, an der Brahe, Sitz eines Amtsgerichts und einer Oberförsterei, hat eine Strafanstalt für Männer und zählt (1880) 4106 meist kath. E., welche Ackerbau und Töpferei treiben.