Lachter heißt das viele Jahrhunderte lang im Bergbau in Deutschland gebrauchte Längenmaß bei der Vermessung der Grubenfelder. Die Längen eines Berglachters waren sehr verschieden und wurden durch die Bergordnungen eines jeden Landes festgesetzt. So wurde z. B. in Preußen am rechten Rheinufer nach L. von 80 Zoll rhein. Länge ( 2,0924 m) gemessen, in Sachsen enthielt das neuere L. genau 2,00 m, in Bayern 1,9425, in Württemberg 2,0054, in Hannover und Braunschweig 1,9203. In Ssterreich galt als Bergwerkmaß die wiener Klafter = 1,8967 m. Jetzt ist jedoch überall das metrische System eingeführt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 731Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei