Leake (spr. Lihk, William Martin), berühmter engl. Archäolog, geb. 1777, stammte aus einer angesehenen, zu Thorpe-Hall bei Colchester in der Grafschaft Esser 11 ässigen Familie, diente als Offizier in der brit. Artillerie und wurde 1804—9 mit mehrern diplomatischen Missionen in der Levante betraut. Im J. 1823 nahm L. mit dem Rang eines Oberstlieutenants den Abschied, um sich ganz der Herausgabe seiner Schriften zu widmen, in welchen kritischer Scharfsinn und ausgebreitete Gelehrsamkeit mit Klarheit und Anschaulichkeit der Darstellung des antiken wie des gegenwärtigen Zustandes von Hellas sich vereinigen. Die reichhaltigen Aufschlüsse, die er auf seinen in fast alle Teile von Griechenland und nach Kleinasien unternommenen Reisen gewonnen, wurden von ihm namentlich in den Travels in the Morea (3 Bde., Lond. 1830) und Travels in Northern-Greeces (4 Bde., Cambr. 1835) mitgeteilt, ferner in der Topography of Athenso (Lond. 1821; 2. Aufl., 2 Bde., Cambr. 1841), welche zuerst von Rienäcker (1829 und nach der zweiten Ausgabe von Baiter und Sauppe (Bd. 1, Zür. 1844) ins Deutsche übersetzt wurde. Von der in der Topographys (Bd. 2) befindlichen Abhandlung On the Demi of Atticalieferte Westermann auch eine besondere deutsche Bearbeitung (Braunschw. 1840). Ferner schrieb L.: (A tour in Asia Minoro (Lond. 1824), Memoir on the island of Coso in den Transactions of the Royal Societys (2. Abteil., Bd. 1, Lond. 1843), „(Greéece at the end of twenty-three vears' protectiono (Lond. 1851), (Numismata Hellenica⸗ (3 Bde., Cambr. 1854 -59). Er starb 6. Jan. 1860 zu Brighton. Leal (Gomes), portug. nech enn geb. um 1850, wurde namentlich bekannt durch ein Gedicht auf den Rei D. Luizv (1880), welches ihm einen politischen Prozeß und Gefängnißstrafe zuzog. Unter seinen sonstigen schwungvollen Gedichten sind die zu er⸗