Abd ul Latif, ein arabischer Arzt, auf der Wallfahrt nach Mekka gestorben, schrieb ausser anderen gelehrten Werken eine Beschreibung von Ägypten, herausgeg. von White (Oxf. 1789, 2. Ausg. 1500), französ. bearbeitet von Sacy (Par. 1810). Abd-el-Mumen (Abu Mohammed), Stifter der maurischen Dynastie der Almohaden, 1101 im nordwestl. Afrika als Sohn eines Töpfers geboren, ging mit seinem Lehrer Ben-Tumert, dem Stifter einer neuen moslemitischen Sekte, nach Fes und Marokko, musste von dort nach Tinmal, nahe der Sahara, flüchten, wo sich seine Anhänger zu einer Gemeinschaft (Mohavidun oder Almohaden) verbanden. Ben-Tumert, zu dessen Stellvertreter A. gewählt wurde, drang 1125 bis Marokko vor, wurde aber von dem Sultan der Almoraviden, Ali-Abul-Hakem, zurückgeschlagen. A. sammelte hierauf neuerdings ein Heer und schlug damit die Almoraviden bei Aghmat, wurde jetzt zum Oberhaupt gewählt und unterwarf sich dann ganz Nordwestafrika; eroberte Oran, Tlemssen, Fes und bestieg den Kaiserthron von Marokko. Nachdem er noch Tunis, Tripolis und Barka unterworfen und auch die Almoraviden aus Spanien verjagt hatte, starb er 1163.