Bruderinseln, Gruppe von drei kleinen Inseln im Indischen Ozean, seit 1814 im Besitz von Grossbritannien (s. Chagos). ‚Brue, Andre, Leiter derfranzös.Kolonie am Senegal von 1697—1702 und 1714—1720. Er drang bis zu den Felu-Katarakten vor, errichtete zu den bis dahin allein bestandenen Handelsfaktoreien Saint- Louis und Goree am Faleme das Fort Saint-Pierre und am Zusammenfluss des Faleme und Senegal das Fort Saint-Joseph, schloss Handelsverträge mit den an den Ufern beider Flüsse wohnenden Stämmen und entsandte eine Expedition über die Felukatarakte hinaus bis Bambuk, um gewisse Kunde über dessen Goldreichtum zu erhalten. Später drang er südwärts bis zum Gambia vor, nötigte die Portugiesen zur Abtretung der Insel Bissao und die Eingeborenen zur Abtretung der Insel Bolam. schaft unter Frh. v. Minutoli nach Persien begleitete. 1864 wurde er : zum Konsul in Kairo ernannt, von wo er 1868 nach Deutschland zurückkehrte, um eine Professur in Göttingen zu übernehmen. 1870 reiste er zum dritten male nach Asypten und wirkte hier mit dem Titel eines Bey als Direktor der „Ecole d’esyptiologie*, sowie des arabischen Museums in Kairo. 1875 begleitete er den Erbgrossherzog von Oldenburg auf seiner Reise durch das Nilthal und nach der Oase El Chargeh in ter Ägyptolog, am 11. Febr. 1897 zu Berlin geboren, trat nach Vollendung seiner Studien und einem Besuch der Museen von Paris, London, Turin und Leiden auf Kosten des Königs von Preussen seine erste Reise nach Ägypten an, wo er durch Mariettes Ausgrabung der Apisgräber Gelegenheit zu hieroglyphischen Forschungen erhielt. Seine zweite Äoypten-Reise unternahm er 1857 —58, worauf er die preussische Gesandtder Libyschen Wüste. Abermals nach Deutschland zurückgekehrt, begleitete er 1883 in amtlicher Stellung die kaiserlich-deutsche Gesandtschaftnach Persien. Werke: „Seriptura Aegyptiorum demotica“ (1848); ,Numerorum demoticorum doctrina‘(1849), „Sammlung demotischer Urkunden“ (1850), „Reiseberichte aus Ägypten“ (1855), 1860), „Histoire d’Eoypte* (1875), wovon er auch eine deutsche Ausgabe gab („Geschichte Ägyptens unter den grossen Oasen El Charych ‚der Libyschen Wüste, Beschreibung Denkmäler“ (1878) ete. — 2) Arthur, geboren in Rilhactancon bei Limoges, siedelte 1875 ach der Goldküste über, wo er ein