Burckhardt, Johann Ludwig, berühmter Reisender, zu Lausanne am 24. Novbr. 1784 geboren, studierte in Leipzig undin Göttingen (1800— 1805), ging, weil er unter den Franz0sen nicht dienen mochte, 1806 nach London, wo er die arabische Sprache und Naturwissenschaften studierte, und trat am 14. Febr. 1509 im Auftrage der Londoner Afrikanischen "Gesellschaft seine Reise nach Innerafrıka an. In Malta leste .er orientalische Kleidung an und reiste unter dem Namen Scheich-Ibrahim als indisch-arabischer Handelsmann nach Aleppo. Dort verweilte er, mit dem Studium der Geschichte der Araber und des Islam beschäftigt, bis 1812, bereiste den Libanon und den Hauron undentdeckte südöstlich von Damaskus verschiedene Ruinen und griechische Inschriften aus den Zeiten der Kaiser Trajan und Mark Aurel. Am 4.Septbr. 1812 gelangte er durch das Peträische Arabien nach Kairo, durchreiste ım Febr. 1813 von Syene aus Nubien, wurde aber von dort als Spion des Paschas nach Kairo zurückgeschickt. 1814 schloss er sich als moslemitischer Kaufmann der Karawane an, die jährlich von Oberägypten durch die nubische Wüste nach Sejendi und Sennar geht und wandte sich mit einer zweiten Karawane von Sejendi über Berber nach Suakin am Roten Meere. Hier kam er am 26. Juli 1814 an und setzte nach Dschidda über, von woernach Taif und Mekka reiste. In Mekka blieb er vier Monate und zog im November mit einer 80000 Köpfe zählenden Pilgerkarawane nach dem Berg Arafat, und seitdem durfte er den im Orient sehr angesehenen Titel „Hadschi* (Pilger) führen. Nachdem er im Januar 1815 Medina besucht hatte, kehrte er über Suez nach Kairo zurück, wo er am 19. Juni eintraf. In Sommer 1816 unternahm er von dort nochmals eine Wanderung durch die Sinaihalbinsel, arbeitete dann in Kairo seine-Tagebücher aus und beschäftigte sich mit dem Plane, mit der aus Fessan ankommenden Karawane dorthin und nach dem Niger zu reisen. Er starb aber kurze Zeit nach Ankunft‘ derselben, am 17. Oktober 1817, und wurde mit allen Ehrenbezeigungen and Wahab ‚eines Scheichs und Hadschi auf dem (1831). mohammedischen Friedhof beerdigt. Burdett Seine aus 150 Bänden bestehende Victoria-Ny Sammlung orientalischerHandschriften Burdo, vermachte er der Universität Cam- Brüssel ge bridge. Küstenstrie Werke: Travels in Nubia (1819; gleitete de: deutsch 1825); Travels in Syria and seiner Fors: the Holy Land (1822); Travels in aus nach d Arabia (1819); Notes inthe Bedouins welcherdie von Orista bis Bussa und den Benuö bestandteile von der Mündung bis Okeri aufnah- fruchtbare men. 1879 wurde er mit Roger und und Teiche: Cadenhead der belgischen Afrika-Ex- Hügel werd pedition nachgesendet. trieben; na«