Cambier, belg. Oifizier, zu Ath in Belgien 1844 Sebor en, übernahm 1878 nach Crespels Tode die Führung der belgischen Expedition, welche von Sansibar nach dem Innern Afrikas aufbrechen sollte. Er ging am 28. Juni 1878 in Begleitung des Arztes Dutrieux und des Leutnants Wautier von Bagamoyo aus ab und folgte im allgemeinen der schon von Burton; Öameron und Stanley begangenen Strasse durch das Wami-Thal westwärts. Bei Mwomero brach unter den Trägern eine Rebellion aus, infolge deren eine grosse Anzahl derselben davon lief und 20 Ballen Zeug stahl. Mit dem Reste setzte indes ©. den Marsch fort und gelangte am 8. August nach Mpwapwa, wo inzwischen die Church Missionary Society eine Station errichtet hatte. In Uniamwesi verweilte er mehrere Monate beim Sultan Mirambo, und durch Vermittelung des bei diesem in grossem Ansehen stehenden Schweizers Phil. Broyon gelang es ihm, bis Urambo (4% 37° südl. Br.) vorzudringen. Leider erlag Wautier in Hekungu am Tschaia-See am 19. Dezbr. 1878 der Dysenterie. C. dagegen erreichte gegen Anfang April 1879 das bekannte Tabora (Spekes Kaseh) in Uniamwesi, von wo aus Dutrieux die Rückreise nach Europa antrat, während C. im Mai üher Simba nach Karema am Ostufer des Tanganjika vordrang und hier im September die erste Station der Association Internationale errichtete. Über diese Expedition gab C. heraus: „Rapports sur les marches de la premiere expedition del’Assoe. internat.‘ (1879).