Felups, Anwohner des Casamance (8 d. ) zwischen dem Gambia-Ästuarıum im Norden und der Mündung des Cacheo-Flusses im Süden (zwischen 130 30° und 12! 30° nördl. Br.); nach anderen Reisenden sollen die F. auch an den Ufern des Geba und auf den Bissagos-Inseln wohnhaft sein, wonach die Grenzen ihres Gebietes um einen Grad weiter südlich zu legen wären. Die F. sind eins der hässlichsten und wildesten schwarzen Völker Afrikas. Ihre Dörfer stehen in gar keinem politischen Zusammenhange zu einander, die Einwohner der einen sogar häufig mit denen anderer im Kriege. Vom Bestand eines Familienlebens ist keine Rede, die abscheulichste willkürliche Vermischung der Geschlechter an der Tagesordnung; der Verkauf der Kinder und die Trunksucht sind tief eingewurzelte Laster. Sie teilen sich in eine Menge von kleinen Völkerschaften, deren Mundarten oft nicht von einem Dorf zum andern verstanden werden. Die richtigere Form ihres Namens ist Fulup; derselbe gehört eigentlich nur einem Teilstamme an, wurde aber von den Portugiesen, als sie sich am Casamance niederliessen, auf alle Völkerschaften dieser Gegend ausgedehnt. Man begreift unter ‘diesem Namen jett die Yola, die Aiamat (Yamat oder Kaimut), die Djegusch oder Djugut, die Karoe, Vaca, Joat, Banium (Bagnun), Bandjiar, Baiot ete. Linguistisch gehören sie mit den Fulham-Negern, den Sarar (Serere), den Bola, Pepel und Kanyop - Negern, sämtlich vom Rio Grande, zu einer Gruppe.