Gäb, ein grosser Oasenkomplex der libyschen Wüste (Nordafrika), dessen Kenntnis wir, nächst Heuglin, der die Grenze desselben 1852 betrat, den von dem französ. Arzt Dr. Cuny (s. d.) ungefähr zur gleichen Zeit während seines Aufenthalts in Agypten gesammelten Nachrichten verdanken. Er zerfällt in zwei Hälften: das Wadi-el-Gäb oder Wadi-el-Kab und das EI-Gäb-el-Kebir. Das Wadiel-Gäb besteht aus ungefähr einem Dutzend kleinerer Oasen: el-Leghiye, el-Mangour, el-Serräri, Abu Nemel, el-Hezeliyat, es-Suäni, el-Hofra,Baota, _ el-Bäb, ech-Schuka, el-Esweni, Um-Aich, el-Beda, el-Mergüm, Ghisän und el-Fogara. Dieser Komplex erstreckt sich in einem dem Nilparallel laufenden Thale, höchstens ea. 30— 60 km vom Nil entfernt, über 11/5 Breitengrade, zwischen den am Nil gelegenen Dörfern Häfir und Dongola el-Aguz. Er soll mehrere von dem Stamme der Käbäbich bewohnte Dörfer enthalten. — Der zweite Komplex, das El-Gäb-el-Kebir, besteht aus den Oasen: Barbita, el-Hofär, el-Morrad, es-Saifi, el-Matas, el-Gherued, Och- _ ziemlich zahlreich, treiben etwas Ackerbau, Viehzucht. Fischfang. Sie gehen, die Frauen ausgenommen, ganz nackt. Radjah, el-Hescheime, el-Gharra ete. und liest ca. 6 Tagemärsche westlich vom Wadi-el-Gäb.