Gambia, grosser FlussSenesambiens (Westafrika), entspringt im Lande von Futa-Djalon, unfern von dem grossen Dorfe Labe, im Herzen des höchsten Gebirgsstocks in diesem Teil Afrikas. „Sein Oberlauf ist ziemlich stark gewunden, die Ufer von Gebirgen umrahmt. Bei Barrakunda, etwa1100 km von der Mündung, tritt er in das Tiefland ein, nachdem er einige Stromschnellen gebildet. Er ist hier ca. 6 m tief und 100 m breit. In der Regenzeit erreicht er jedoch einen um 12—16 m höhern Stand. Tiefer und ansehnlicher ist der @. im Unterlaufe. In der Regenzeit gehen ziemlich grosse Fahrzeuge bis Barrakonda, bis wohin die Flut reicht. An der Mündung ist der Strom, baienartig erweitert, 22 km breit. Seine oesamte Stromlänge wird auf 2300 km geschätzt. Treten die Regengüsse ein, so überschwemmt der G. das ganze Land an seinem Unterlaufe bis ca. 1200 km aufwärts und lässt dabei wie der Nil einen befruchtenden Schlamm zurück. In seinem Unterlaufe bildet er eine Anzahl sehr fruchtbarer Inseln. Seine Ufer sind hier mit prachtvoller tropischer Vegetation bedeckt.“ An seinem Unterlauf nimmt er zwei Zuflüsse auf: von Süden den Kintain, von Norden den Wallıa. Die Engländer haben hier verschiedene Handelsfaktoreien, die zu einer Kolonie „Gambia“ vereinigt sind. Von 1843—79 hatte dieselbe einen eignen Gouverneur; seit 1879 untersteht sie einem Administrator, dar dem in Freetown (Sierra Leone) residierenden Gouverneurd. „West-African Settlements“ untergeordnet ist. Die Einwohnerzahl der G.-Kolonie wird auf 14190 Köpfe angegeben; die Zahl der Europäer beläuft sich auf 56 (darunter protestantische Missionäre). Die ein- ‚zelnen Stationen der Kolonien sind: Bathurst (als Hauptort), an der südlichen Spitze des Ästuariums; gegenüber von ihm: Bar Point;: 32 km stromauf, auf dem nördlichen Ufer des G., das früher französische (1698 von Brue errichtet), 1857 an die Engländer abgetretene Albreda; ihm gegenüber: Fort Saint- James; endlich auf der Insel Mae Carthy (oder Dian-Dianbure), 200 km von der Mündung entfernt, Daint- George oder Georgetown. — Handelsartikel sind: ‚Erdnüsse (%/, des gesamten Handels), Felle, Wachs. Erdnüsse gehen meist nach Marseille und anderen südfranzösischen Häfen; Felle sind seit einigen Jahren, infolge von Krankheiten unter dem Herdenvieh, auf ein Minimum beschränkt, und Wachs wird auch beständig schwächer. Dagegen fängt die Baumwolle an, einige Bedeutung zu gewinnen: so dass man bereits angefangen hat, die im Lande gebrauchten Zeuge an Ort und Stelle zu erzeugen. Die Einfuhr wertete 1870: 2299900 Fr. (wovon die eine Hälfte auf England entfiel, die andere auf Gorde am Sen egal und Frankreich). Die Ausfuhr erreichte 3562925 Fr. (wovon 50000 auf England). — Das Klima ist mörderisch für Europäer (von 191 starben 1870: 56). Die engl. Kolonie am G. brachte im Rechnungsjahr 1579 /80 einen Überschuss von mehr als 19000 Pfund Sterling. lichsten Zuflusse des Sobat, etw Das Land ist reich an Straussen Elefanten. Hauptdorfist Comands« Sie halten Hausschweine und e auch Hühner und deren Eier, von vielen Denkastämmen und : den Lega-Gallas verabscheut v Um Regen zu bekommen, -werfeı Ufer des Niger, auf. der Fahrt schen Rabba und Gomba (Flege