Imorscharh, die nordafrikanischen Berbern (siehe Imoschagh), Imoschagh(Imoscharh,Amoschagh), Gesamtbezeichnung für die Tuareg des Südwestens (Sahara und Nigerbecken), während die Tuareg des Nordens „Imohach*“, die Tuareg des Düdostens „Kelowi“ genannt werden. Die ersten Nachrichten über sie brachte Barth („Reisen und Entdeckungen“, Bd. V, 8. 573—87). Die I. sind die Limtuna oder Lamtuna der arabischen Geographen des Mittelalters. Sie bilden im Plateau von Aderar oder Adghagh und auf den Ebenen von Azawagh oder Ahawagh, d. i. vom 15. bis zum 21.0 nördl. Br. und vom 4. bis zum 5.0 west]. L., einen grossen Bund. Über denselben‘ herrscht der Amanökal (oder König). Jeder Stamm hat ausserdem seinen erblichen Fürsten. In allen nationalen Fragen sind dieselben dem Machtspruch des Amanökal unterworfen. Man unterscheidet im allgemeinen drei Gruppen: 1) die Gruppe der Auelimmiden. Zu ihr gehören: a) die Kel-Ekimmet oder der Stamm der Imanan, welche dem ganzen Bunde den Fürsten geben; — b) die Targhai-Tamut, welche in die Kel-Egewek, Ikareraien, Ihiawen, Iberekiten, Idamman, Isegran, Kel-Tabonnan, Icheguettan, Ichercheren und Kel-Kabai zerfallen; — c) die Tahabanaten, welche in die Tahabanat-Ikawelen, Tahabanat - Icheggarenen, Ibattanaten, Khorimmiden, Taradegha, Tamisguida zerfallen; — d) die Ikhormeten; — e) die Ifoghas,; — f) die Tin-Eger-Egedech, welche in Ikarnanayen, Kel-Takabut, Telghasem, Kel-Tikkenewen, Tarbedesem und Kel-Torfan zerfallen; — g) die Kel-Teguilalet; — h) die Kel-Heluat, von den Mauren „Id El Machil“ genannt; — i) die Cherifen, welche in die Kel-Temakkeret, Ihewan-Allen, Kel-Raror, Kel-n-Keremmar, Kel-Abanafogal, Kel-Tabariat, Kel-Arabbo, Kel-Ferian, Kel-Tefilliant, Kel-Inrawe, Kel-Goken zerfallen; — k) die Edarragaguen-ui-Chedjerotenen und die Edarragaguenui-Djezzolin (d. h. die grossen und kleinen Edarragaguen); — 1) die Ekarrabasa, in Kel-Tikkenewen, Kel-Egwe und Tesgogamet zerfallend; — m) die Kel-Gasse; — n) die Kel-n-Endjiud; — 0) die Tagagaset (oder Tegeggaset); — p) die Ibelgawen; — q) die Eghatafan; — r) die Tarka; — 5) die Iguadaren, welche eine politisch unabhängige Gruppe bilden und zwischen dem Azawad in der Sahara und dem Dorf Bamba am Niger hausen und in die Teilstäimme der Kel-Gogui, Tara-Banasa, Terfentik, Tel-Tebankorit, Kel-Hekikan, Kel-Terharart, Kel-Taborit zerfallen; — t) die Eh6-n-Dabosa (oder Ehe-n-Elali (Abzweigung der Dinnik). Die religiösen Stämme der Auelimmiden sind: a) die Chamman-Ammas, welche ehemals der Stadt Tademekka, oder Essuk, ihre Könige gaben und jetzt eingeteilt werden in: Ikarbagenen, Iwaruaren, Kel-n-Tachdait (auch Kel-Tibbele genannt), Kel-Amdellia (oder Ahel-Echelmat), in die EI-Wankille und El-Enulli zerfallend; — b) die Deg-Abakar oder Debakar; — c) die Daw-Sehak, welche in die Kel-Abakkut, Kel-Azar, Kersesawaten, Kel-Bario, Kel-Tabalo zerfallen; — d) die Idenan (traditionelle Feinde derKunta), in die Dindsedakkant, Idenan-Ehawen-Kidimmit, Kel-Techerayen, Isimmaten, Inheren, Tadjeredjit, Imakorda, Kel-Ghala und Ilochan zerfallend; — e) die Kel-Essuk (alte Bewohner von Tademekka), in die Kel-Takerennat (wieder in die Kel-Takerennat Ikaulen, Kel-Takerennat -Icheggarenen, Duas-Edjimmik u. Dis-Emakchil zerfallend), die Egedech, Kel-Tenakse, Kel-Essukwan-Essuk, Kel-Bogu, Elsalahu, Eheawen-Nakillu, Kel-Gunhan, Kel-Guenchichi, Ahel-Iguiuch, Icharamaten, Id EI-Hanefi, Ewinhaden, Kel-Djeret, Kel-Adhar, Kel- Tinkaren, Kel- Tondibi, Kel-Tedjerit, Kel-Emadjaus, Kel-Gabo und Kel-Emasen. Unterthan sind den Auelimmiden die folgenden Stämme: a) die Imedidderen, die in die Kel-Gosi, Kel-Ehen-Cheggaren, Edebelle, Tekaute, Kel-Sammi, Iboghaliten, Erannarasen, Kel-Ankit, Ilokan, Kel-Terdit, Tadara-Djouilt, Idirmashen, Ehe - Dekkaten, Ebondjiten und die Kel-Keres (Tafadjedjat, Ikawalaten, Ekarawayen und Arkaten) zerfallen; — b) die Auraghen, Teilstamm der Oraghen des Azdjer, der am Niger hin alles Übergewicht verloren hat und in die Auraghen-Emellulen und Auraghen-Isattasenin zerfällt; — c) die Uraghraghen; — d) die Tameltutak; — e) die Imitscha; — f) die Imesrhersen; — g) die Kel-Gosse; — h) die Ikeden; — i) die Imraran; — k) die Kel-Teneni; — 1) die Keln-n-Eschöub; — m) die Kel- Tegessuan; — n) die Mekalen-Kalen; — o) die Kel-Uan; — p) die Ischemmaten; — q) die Ibilkorayen; — r) die Kel-Ulli (in Kel-Efelle und Kel-Ider zerfallend); — s) die Tefarten; — t) die Idoschan (Ilochan); die Udalen; die Kel-Ghenneh; die Kessebaten; die Id-Aurash; die Gone; die Kel-Idal; die Ilorhmaten; die Tabaknut; die Meskenderen; die Haiwen-Adagh, die Iderak, die Daud; — die Iletamaten, Kel-Tefiriwen, Delataye und endlich die Ibokhannen. 2) Zweite Gruppe: die Auelimmiduan-Bodhal oder Dinnik, östlich von der ersten Gruppe, auf einem, Air oder Asben ziemlich nahe gelegenen Gebiet. Vom Reich der eigentlichen Auelimmiden getrennt, bilden sie gegenwärtig einen kleinen unabhängigen Staatenbund und haben sich mit den Kel-Geres verbündet. 3) Die dritte Gruppe wird von den Tademekket gebildet, welche, nachdem sie durch die Auelimmiden aus ihrem alten Gebiet im Norden vom Adghagh, wo sie die Herren der Stadt 'Tademekka waren, vertrieben worden sind, jetzt zwischen Asawad in der Sahara (im Norden) und dem Hombori-Gebirge im Herzen der Songhai-Landes (im Süden) hausen. Diese Gruppe hat von ihrer politischen Wichtigkeit und ihrer Autonomie verloren, ist aber durch die zahlreichen Beziehungen, welche sie mit den Bambara-Negern und mit dem Songhai-Reiche unterhält, interessant. Sie zerfällt jetzt in die Stämme der Tin-Guereguef nördlich vom Niger (mit den Teilstämmen: Tin-Gueregef Ehen-Tamelelt, Ehen-Takamelit, Ehemed, Eneka und Telamedes) und der Irreguenaten, welche das Südufer des Niger besetzt halten (mit den Stämmen der Kel-Tedjiwalet, Kel-Teborit, Kel-Ehen Sattafen, Kel- Tamulait, Tedjerbokit, Adjellet, Abelaglagh, Kel-Dedje und Taketakayen). Diereligiösen Stämme dieser Gruppe sind: a) die Isaggamaren und die Kel-Saqgamaren (Verwandte der Isaggamaren im Hogsar); b) die Ihidukelen und drei von den Igelad gesonderte Stämme; c) die Kel-Tabaschit, und d) die Kel-Kabaje und die Kel El-Horma. Die diesen Stämmen unterthanen Stämme sind: a) die Ehawen-Adarak (in die Kel-Efelle, Kel-Ider, Kel-Djia, Kel-Domberi, Kel-Tenelak, Kel-Tina, Tasui und Kel-Rachar); b) die Akotef (in die Hagelel und die Osgar zerfallend); ce) die Ibursasen; d) die Imitteschen; e) ein Teil der Imesrhersen; f) ein Teil der Imakelkalen; ‘g) die Kel-Remmat; h) die Tarboka. Die vierte Gruppe bilden die Igelad. Sieleben hauptsächlich in Taganet, zwischen dem Asawad im Norden und Timbuktu im Süden, Sie zerfallen in eine sehr grosse Anzahl von Teilstäimmen, deren Namen meist den Brunnen entlehnt sind, welchesie in der Wüste gegraben haben: Kel-Antsar, Kel-en-Nokunder, Kel- en-Üherea, Keln-Asosen, Kel-en- en Kel-en- Tuchawen, Kel- -en- -Uarrosen, Kel- -n-Abellehan, Köken: Mamur, Re: n-Erazar, Kelen- Guibz, Kel-Tin-Tahon, Kel- Teneg-El-Hai, Kol en-Nettik, Kel-en- -Tismal Kel- Inch: Kel- Vigagelit, Kel-en- Marsasef, Kel- Tin- Udekan, Kel-Tin-Ekawat, Ka en-Techak, Keil Hor, Kel-Emaihor, Kel-Tele, Kel- -N- -Tebaramit, Kel- Takankelt, Kel-Tadrak, Inetaben, Kel- Tschoroguen, Ibidukelen, Kelbaschit, Kel-E Bone, Kel- Kabat, Kel-Kel- Merchawen, ‚Kel - Mendetas, Kel-Tin-Hellaten, Kel- -n-Saiid, Kel- Eschinkai, Kel-en- Ansohiren, Kein. -Djaren, Kel- -n-Ayeren, Ihewan - Nor - Eddin, Terbaz, Kel-Tegallit. Über die Kopfstärke dieser aus mindestens 95 Stämmen gebildeten vier Gruppen fehlen uns SITE Anhalte. Wir wissen nur, dass die Imohagh (oder nördlichen Tuareg) zu den Imoschagh (oder südwestlichen Tuareg) nur ein sehr unbedeutendes Kontingent stellen (Duveyrier).