Kauri-Schnecke (Cypraea moneta) bildet in dem Tauschhandel Westafrikas die Rechnungseiukeit; 1000 St. derselben stellen ungefähr den Wert einer Reichsmark dar, 10 Stück derselben sind gleich einem aus fünf Ringen von zusammen 100 kleinen, hauptsächlich roten europäischen Glasperlen bestehenden Bündel, welches die nächsthöhere Schaden bildet. 175—250 Kauris, je nach dem Vorrat derselben, sind gleich einem Bano (eiserne Hacke bestimmer Form). Die grösste Rechnungsmünze ist ein Sack voll Kauris (= 20000 Stück); eine grosse Baumwolldecke oder das zur Anfertigung eines Kleides genügende Stück Zeug kostet einen Sack Kauris; ein fertiges Kleid hat, je nach Stoff und Ausführung, den Wert von vier Sack Kauris. Das Gebiet der K. als Zahlmittel umfasst die Gold- und Sklavenküste, das Nigerdelta, Dahome, Yoruba, Benin, Haussa, die Fellata-Staaten und Borna, Gans, Mossi, Tombo und Massina, so dass der untere Niger, dann wieder der Volta-Fluss und der Assini-Fluss die Grenzen bezeichnen.