Kei (Kai), 1) Fluss im südlichen Teile von Südafrika, Zufluss des Indischen Ozeans. Er entsteht aus mehreren Armen, von denen die bedeutendsten sind: von West nach Ost der Svarte Kei (schwarze Kei), die Witte (weisse) Kei und der Indwe, welche sämtlich auf dem Südhange der Stormberge (südlicher Zweig der grossen Kette der Kathlamba oder Draakenberge) entspringen. Diese verschiedenen südwärts laufenden Arme bewässern die Thäler der Grafschaft Queenstown (östliche Provinz der Kapkolonie). Sie vereinigen sich in einer Entfernung von etwa 85 km vom Meere, um die Groote Kei (grosse Kai) zu bilden, welche, sich südöstlich wendend, ein wenig nördlich vom Kap Morgan in den Ozean mündet. Die orosse Kei und ihr östlicher Arın, der Indwe, bilden die Grenze zwischen der Kapkolonie und dem unabhängigen Kafraria, welch letzteres, 1875 durch Eugland ann-ktiert, den Namen „Transkeian Districts“ (Ländereien jenseits der Kei) angenommen hat. Die Hochthäler des Beckens der Kei (800—1000 m), getrennt durch die Gipfel des im Hansklip 2040 m hohen Stormbergs, gehören zu den schönsten, lachendsten des südlichen Afrika. Die gesamte Lauflänge der Kei, von der Quelle der Witte Kei an bis zum Ozean, beträgt ziemlich 150 km. — 2) Kei ist auch der Name einer der beiden. oberen Arme des Grossen Fischflusses. Es ist übrigens ein hottentottisches Wort, welches soviel wie „gross“ bedeutet, und das sich in einer grossen Menge von Flussnamen enthalten findet (Kei-Garib im ÖOranjestaat, Keiba oder Mooder, Keiskamma etec.).