FeedLandana
ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Landana, Stadt an der Loango-Küste, an der Mündung (linkes Ufer) des Tschiloango oder Loango Luz, 110 km nördlich von der Mündung des Kongo oder Zaire (50 13:44“ südl. Br. und 9947 östl. L., nach Chavanne), unmittelbar südlich vom 50 12‘ (der von Portugal beanspruchten und ihm in den zwischen Frankreich, Portugal und der Belgischen Internationalen Gesellschaft im Januar 1885 zugestandenen Nordgrenzeseines Gebietes). L. war bis dahin der Hauptsitz der französischen katholischen Mission Nieder-Guinea’s, die dort ein grosses gutangebautes Landgebiet besitzt. L. bat drei Faktoreien: eine französische, englische und holländische. Die Portugiesen werden nur durch wenige, in den französischen Faktoreien beschäftigte Mulatten vertreten. Es ist eine der grössten Faktoreien - Stationen an diesem Teile der Küste, welche jäh aus dem Meere aufsteigt und in ein in sanfter Böschung an ein Gebirge gelehntes Plateau ausläuft. Am Fusse dieses Gebirges erheben sich die Faktoreien. Die Vegetation erreicht hier jenen oft gefahrbringenden Reichtum nicht, welcher in der Mehrzahl den an dem Golf von Guinea gelegenen Ortschaften angetroffen wird. Das lachende Landschaftsbild dieses Teiles der Westküste Afrika’s und sein gesünderes Klima haben ihm unter den Europäern den Namen eines „Gartens der Küste“ eingebracht. Indessen kommen auch hier Malariaerkrankungen häufig genug vor.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 815Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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