Mardochai Abi Serur, ein intelligenter, aus Akka (südöstlich von Agadir) gebürtiger Jude; unternahm, seit Jugend von Reiselust getrieben, in den Jahren 1858—63 mit Handelskarawanen mehrfach Reisen durch Marokko, wie nach Timbuktu und machte sich besonders durch eine gefahrvolle Reise von Mogador durch die Sahara nach Jerusalem bekannt. 1872 sammelte er für Konsul Beaumier auf einem südl. Ausläufer des Atlas gegen Akka hin endemische Pflanzen, 1871 für Cosson. Diesmal ging er von Akka westwärts bis zur Mündung des Wadi-Nun; 1874 reiste er, inzwischen durch Beaumier des Französischen mächtig, nach Paris, um persönliche Unterweisung von Cosson einzuholen. Ende 1874 war er bereits wieder in Akka, durchforschte die Sahara auf 10 Tagereisen in südlicher Richtung nach Timbuktu hin, unternahm im Januar 1875 mit Ibrahim Ammeribt (s. d.) eine gemeinschaftliche Forschungsreise, auf der er jedoch plötzlich erkrankte. Dies nötigte ihn zur Rückkehr nach Mogador, von wo aus er im Frühsommer seine wichtigste Reise, nach dem südlich von Mogador gelegenen Djebel Tabayoult, in Ausführung brachte.