
Schnitzler, gebürtiger Schlesier, seit 1876 Chefarzt für die ägyptischen Provinzen am Aquator und unter dem Namen Emin Efendi, dann Emin Bei, verdient um die nähere Erforschung des obern Nilgebietes. Er reiste 1876 mit Oberst Gordon Pascha, dem Befehlshaber im ÄQYptischen Sudan, bis zum Ukerewe-See und untersuchte den Somersetfluss (Viktoria-Nil), fuhr dann 1877 von Lado (bei Gondokoro) iiber Dufils abermals den Nil hinauf bis Magungo am Mwutan-See und begab sich dann über Masindi nach Mruli und zwischen dem Kafurfluss und dem Ibrahim Pascha-See durch Unioro nach Süden bis zu Mtesas Residenz Rubägha, unweit des Ukerewe-Seees („Petermanns Mitteilungen“ 1878, Berichte und Karte 21). Bald darauf zum Bei befördert, erhielt er einen Gouverneurposten in den Äquatorialprovinzen, die er auch in der Folge noch mehrfach bereiste. So ging er im Februar 1878 von Rubägha zum Ukerewe-See und über Mruli und Fauvera wieder nach Magungo. Durch den König Kabrega von Unioro erfuhr er, dass der Beatrice-Golf Stanleys nicht zum Mwutan-See, sondern zu einem südlicheren Seebecken gehöre, und Ende 1879 unternahm er einen Ausflug nach der noch nie besuchten westlichen Uferlandschaft dieses Seees, wo er neue Aufnahmen machte, die bisher übliche berichtigte und auch ethnographisches und Iinguistisches Material sammelte, und 1880 besuchte er das Makrakaland und liess von Makraka aus neue Stationen vorschieben, wobei der Kibali und andere grosse Flüsse gekreuzt wurden. Seit dem Aufstande des Mahdi ist 8. im Sudan verschollen. Lange Zeit hindurch wurde berichtet, dass er sich in der seiner Leitung unterstellten AÄquatorialprovinz zu halten vermocht habe,
