Antiqua Maria de la, aus Marchena in Andalusien, eine Prophetische Nonne aus Spanien, hat weder lesen noch schreiben können, dennoch aber viel Sachen auffzeichnen lassen, die ihr, wie sie vorgegeben, von GOtt, mit dem sie öffters selbst geredet, eingegeben worden. Petrus a S. Cæcilio, in seinem noch nicht herausgegebenen Buche de Scriptoribus Ordinis B. Mariæ de Mercede meynet, eswären heutiges Tages noch fast 3000. kleine Tractätlein von dieser Maria de la Antiqua übrig, mit einer besondern Lehre angefüllet, die allen so wohl Manns- als Weibs-Personen, geistlichen Standes dienlich wären. Bernardus de Corbera soll einmahl ihr Beicht-Vater gewesen seyn, hat auch dieser Mariä Sachen zusammen heraus zu geben versprochen, ob es geschehen, weiß man noch nicht. Sie ist gestorben A. 1617. Hendreich in Pandect. Brandenb. p. 207. D. Feustking. nennet sie eine Betrügerin und scheinheilige Nonne in Gynæc. Hæretic. Fanat. p. 136. seq.