Baderin, Christina Regina eines Predigers in Simmersfeld im Würtembergischen, Tochter, ein Ertz Quäckerisches und sectirisches Weibes-Bild, so sich durch ihre gerühmten und vorgegebenen Visionen, Gespräche mit den Engeln, Träumen, Propheceyungen, Kampff wieder den Teufel und allerhand erschreckliche Fascinationen A. 1698. an vielen Orten ein grosses Aufsehen gemacht. So aber endlich auf hartes Zusetzen und ernstliches Zureden eines Geistlichen, dem solches von ihrer hohen Obrigkeit aufgetragen ward, frey und öffentlich bekennet, daß alles dasjenige, was man an ihr bewundert hätte, lauter Betrug, Simulation, Leichtfertigkeit und Teuscherey gewesen, und hätte sie selbiges nur dessentwegen gethan, damit sie bey der Welt vor groß und heilig möchte gehalten werden. Es war ihr deßwegen eine harte Strafe zu erkannt worden, so aber hernachmahls auf Intercession in eine öffentliche Kirchen-Busse und Wiederruff verwandelt ward. Vid-Pantheon Anabaptistico-Enthusiasticum p. 158. it. D. Sontag. Dissertat. de Fugiend. Xenophonia. p. 14.