Feedvan Duchnick
ReligionFrauenzimmer-Lexicon 1715

van Duchnick, Christina Poniatouia, eines Predigers in Böhmen, so A. 1627. vertrieben ward, Tochter. Sie gab vor, daß sie allerhand göttliche Offenbahrungen, himmlische Gesichter und heilige Erleuchtungen hätte: die erste Vision soll sie 1627. und die andere 1629. gehabt haben; worüber sie allezeit in eine tötdliche Kranckheit gerathen. Ihre letzte Kranckheit brachte es dahin, daß man sie dem Ansehen nach, vor würcklich todt hielte, auch bereits schon auf das Stroh legte; sie stund aber doch wieder auf. Ihre Revelationes hat J. A. Comenius heraus gegeben. Vid. Voet. Vol. 2. Dissert. Sel. p. 1081. welcher ihre Offenbahrungen vor eitele Träume, Boßheiten und Phantaseyen hält. Vid. Consil. Wittebergens. P. I. p. 803. & 805. Herman. Witsium Lib. I. Misc. c. 24. p. 390. Sie verheyrathete sich an einen Priester Daniel Vettern A. 1632. und starb A. 1644.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 429–430Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Religion 6