Columna, Victoria oder Colonna, Fabritii Colonnæ eines edlen Römers Tochter und Gemahlin Ferdinandi Francisci d’Avalos, Marquis von Pesqvaire. Sie ist von solcher grossen Gelehrsamkeit gewesen, das Folieta in seinem III. Buch de Latin. Ling. Præstantia pag. 143. von ihr schreibet, er wüste selbst nicht, ob bey dieser gelehrten Colonna der weibliche Ruhm dem männlichen beykäme oder gar überträffe. Uberdiß ist sie in der Poesie von solcher Fertigkeit gewesen, daß man fast nicht ihres gleichen zu ihrer Zeit gefunden, Flamin. l. 2. Carm. p. 186. it. Joh. Casa p. 133. Opp. Gabriel Naudæus in Præfat. ad Leonhard. Aretin. Tract. de Studiis & Liter. Michael Havemann in Amusio. Sect. II. c. 35. Gyrald. d. Poet. nostr. tempor. l. 2. Pierius Valerian. in Epistol. prælim. l. 22. Hieroglyph. Der gelehrte Bembus hat viel Sonnette an sie geschickt, worauf sie allemahl wieder geantwortet. Nach dem Tode ihres Gemahls wehlte sie sich die Einsamkeit und begab sich in das Kloster St. Marien zu Mayland, allwo sie auch ihres verstorbenen Gemahls des Marquis von Pesquaire berühmten Thaten in einem Carmine beschrieb, und im Jahr 1541. dieses Zeitliche segnete. Hilarion de Coste des Dames illustres. Von ihrer Poesie siehe Tesoro di Concetti Poetici da Giovanni Cisano P. II. p. 98.