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ReligionFrauenzimmer-Lexicon 1715

Elisabeth, Aebtißin im Closter zu Schönang oder Schonden, Benedictiner-Ordens, unweit Trier, lebete im XII. Seculo, und soll A. 1162. oder wie einige wollen, A. 1165. gestorben seyn. Sie war der bekannten Rhosvvitæ Schülerin, und hatte eine superstitiose Erudition, massen sie zum Enthusiasmo und Fanatismo sehr inclinirte, verstund über dieß die Lateinische Sprache, in welcher sie unterschiedene Sachen verfertiget. Ihre Schrifften sind folgende: 1) Opus de Viis, quibus itur ad Deum. 2) Epistolæ plures. 3) Sermones adversus Catharos. 4) Revelationes & Visiones. 5) Liber de Origine, nomine & inuentione 11000. Virginum. Sonst werden ihre Sachen von vielen Abergläubischen als Prophetische Scripta æstimiret, und hat ein Jesuite, Hermann Crombach genannt, A. 1647. einen grossen Band in 2. Bücher abgetheilet, und unter dem Titul: Ursula Vindicata, heraus gegeben, worinnen er dieser Elisabeth Heiligkeit und Offenbahrungen trefflich heraus streichet. Ihr Bruder Eckbertus, Canonicus zu Boma, und Carl von Visch haben ihr Leben weitläufftig beschrieben. Vid. Johann. Wolffium, Centur. XII. Lection. Memorabil. p. 292. Voet. Dissert. Select. Vol. 2. p. 1064.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 452–453Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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