von Schleebusch, Anna Elisabeth, Baronesse, gebohrne von Eickin aus Schlesien. Diese gelehrte Dame hat sich durch unterschiedliche Theolog. Schrifften einen unsterblichen Ruhm zu wege gebracht. Denn sie hat geschrieben: 1) Geistliche Ehren-Pforte, zu fleißiger Ubung eines wahren Christenthums. Franckfurt 1677. 2) Geist-häußliche Seelen-Apothecke. Franckfurt und Leipzig 1689. 3) Biblischer Extract oder Auszug der gantzen H. Schrifft Altes und Neues Testaments. Leipzig 1703. 4) Anmuthiger Seel-erquickender Würtz-Garten, oder auserlesenes Gebet-Buch, darinnen Schriffimäßige Andachten in Gebeten, Fürbitten und Dancksagungen, wie auch geistreiche Lieder auf aller hand Fälle und Anliegen enthalten. Leipzig 1702. 5) Geistliche Andachten auf die fürnehmsten Feste und Feyertage des gantzen Jahres, nebst heilsamer Betrachtung des Leidens und Sterbens JESU CHristi. Leipzig 1703. Vid. Autor der unschuldigen Nachrichten ad. Ann. 1704. p. 305. it. ad Ann. 1705. p. 438. Ihr erster Gemahl war ein Schwedischer Obrist-Lieutenant Baron de Londy, in Brehmen; In dem 30. jährigen Kriege stunde sie viel Ungemach aus, und wäre bey nahe in der Belagerung der Stadt Schweidnitz Hungers gestorben. Sie sturb An. 1706. den 20. Mart. in dem 81. Jahre ihres Alters.