Petersin, Johanna Eleonora, gebohrne von Merlau, D. Johann Wilhelm Petersen, weylandt Superintendentens zu Lüneburg Eheliebste. Ein gelehrtes und in H. Schrifft geübtes Weibesbild, so sich durch unterschiedene Schrifften bey der Welt bekannt gemacht. Unter solchen ist am vornehmsten ihr Commentarius über die Offenbahrung St. Johannis, der A. 1696. mit einer Tabelle in Folio heraus gekommen. Ihr Hertzens-Gespräch mit GOtt aus ihren Hertzen und Glauben durch Erfahrung. Franckfurt A. 1691. welches Buch der weltberuffene Thomasius in seinen monatlichen Gedancken A. 1609. p. 854. excerpiret, und selbiges als orthodox recommendiret. Ferner, die verklärte Offenbahrung JEsu Christi nach dem Zusammenhang, und nach dem Sinn des Geistes, mit beygefügten geistlichen Kampf der Erstgebohrnen. A. 1706. in 8. D. Feustking in seinem Gynæceo hæretico-fanatico. p. 459. will sie zu einer Adhærentin des Fanaticismi und Chiliasmi machen, und lehnet sich scharff wider die Lobes-Erhebungen, so Arnold in der geistlichen Gestalt eines Lehrers Appendic. 3. §. 26. p. 24. ihr beygeleget. Ihren Commentarium Apocalypticum spricht er, hätte sie aus dem Coccejo, Forbesio, Moro, Brigthamo, Durhamo, Medo, Hofmanno, Seydenbecchero, Jurieu und Brecklingio ausgeschrieben. Vid. Autor. der Unschuldigen Nachrichten An. 1702. p. 120. welche nebenst D. Feustkingen ihr das A. 1698. unter dem Titul: Ewiges Evangelium der allgemeinen Wiederbringung aller Creaturen, herausgekommene wunderliche Buch Schuld geben wollen; welche Mißgebuhrt D. Grævius in seiner Disputatione Inaugurali, so er wider diese monstrose Schrifft gerichtet, anatomiret, und das darinne steckende Chiliastische Gifft entdecket. Vid. Dissertat. Hujus Sect. I. §. 4.