Falsch in allen, Ist ein gewisses Frauenzimmer-Spiel in der teutschen Karte, worinnen jede von denen zwey spielenden Personen 3. Briefe bekömmt, und hierauf ein Trumpff gewehlet wird; nach jedweden Stich nimmt jegliche von denen zwey Spielerinnen ein Blatt wieder von dem noch liegenden Häufflein; die Farbe darff nicht bedienet werden: der letzte Stich gilt zehen Augen: wer die meisten Augen aus seinen Lesten und Stichen zehlen kan, hat gewonnen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 524Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0