Haase, Lepus, Lievre, ist ein furchtsames flüchtiges Thier, von welchem merckwürdig, daß er mit offnen Augen schläfft. Sein Wildpret haben die alten Medici nicht loben wollen, wie denn Lonicerus hiervon also schreibet; unter aller Thiere Fleisch ist keines, das so viel Melancholey machet, als Haasenfleisch. Allein die Liebhaber dieses Wildprets lachen drüber, und kehren sich wenig an diese marque, vielmehr halten sie solches vor was delicates und niedliches, zumahl wenn der Haase nicht gar zu alt ist, daran sie sonderlich die Keulen und an diesen das Bein, so am Rücken hengt, vor das beste Bißlein preisen. Die Zurichtung der Haasen ist mancherley. Davon folgendes zur Nachricht dienet; 1) Haasen zubereiten; 2) Haasen zu braten; 3) Haasen in einer Pastete; 4) Haasen mit Sauerkraut im Backöfen; 5) Haasen so überblieben mit Capern; 6) dito mit Kümmel säuerlich; 7) dito mit grossen Zwiebeln; 8) dito mit Citronen; 9) dito mit gesaltzter Limonie; 10) Hasen-Wildpret mit Schweiß; 11) Haasenkleint nur schlecht mit Zwiebeln.