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ReligionFrauenzimmer-Lexicon 1715

Heloisa, Oder Ludovica, des im 12. Seculo berühmten, aber auch zugleich verdächtigen Theologi, Petri Abelardi, erstlich Schülerin, hernach Gemahlin: an welchen letztern zwar einige zweiffeln wollen, und sie dahero nur zu seiner Concubine machen. Sie verließ aus allzuhefftiger Liebe gegen ihren Lehrmeister die Welt, und wurde Priorin eines Closters an der Seine, oder wie andere wollen, die erstere Aebtißin des Paraclentischen Gestifftes. War sonsten eine sehr gelehrte Dame, massen sie noch ausser den 3. gelehrten Sprachen die Philosophie, Theologie und Mathesin wohl verstunde. Ihre Schrifften sind zugleich mit ihres Lehrmeisters Wercken durch Franciscum Amboisium zu Paris in fol. 1616. heraus gekommen. Vid Herrn von Hoffmannswaldau Helden-Brieffe, Epistol. ultim. Königii Bibliothee. f. 2.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 797–798Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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